Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen beschäftigten sich im Rahmen des Religionsunterrichts intensiv mit dem christlichen und dem islamischen Glauben.
In den letzten Wochen gestalteten Frau Kabakci (Religionslehrerin "Islam") und Frau Koller (Religionslehrerin "römisch katholisch") den Religionsunterricht gemeinsam. Allen Schülerinnen und Schülern wurden Grundsätze beider Glaubensrichtungen nähergebracht.
Nach diesem ersten Kennenlernen gingen die Schülerinnen und Schüler auf Exkursion. Zuerst besuchten sie gemeinsam die Moschee des Vereins ALIF. Der Imam erwartete die Gäste und führte sie durchs Haus. Im Gebetsraum trugen die Kinder aus "Religion Islam" einen Gebetsruf vor und lasen aus dem Koran.
Nach diesem Erlebnis wurde auch das Katharinenmünster, die Stadtpfarrkirche Freistadt, gemeinsam von allen besucht. Hier führten Herr Wolfgang Roth (Pastoralvorstand) und Herr Daniel Weber (Kaplan) durch das Gebäude. Alle Räume durften betreten werden, Schüler und Schülerinnen mit Klaviererfahrung probierten ihr Können auf der Orgel aus und auch beim Taufbecken verharrte die Gruppe.
Die Religionsvertreter und die Lehrerinnen rückten die Gemeinsamkeiten der Glaubensrichtungen in den Fokus. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten auch selbst welche. "Am Ende beten wir alle zu einem Gott, er heißt nur anders" - so die Erkenntnis.
Das Lehrer- und Lehrerinnenteam des VS Clusters Freistadt erlebt ein breites Spektrum an Schülerinnen und Schülern. Ein gutes Miteinander ist uns sehr, sehr wichtig. Um es zu leben, braucht es offene Ohren, offene Augen, Wissen übereinander, Respekt voreinander und gegenseitige Wertschätzung. Unser Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern das zu vermitteln.
Wir freuen uns über den an der Schule immer selbstverständlicher werdenden Austausch der römisch- katholischen und der islamischen Religionsgemeinschaft. Wir erleben neben der interreligiösen Zusammenarbeit ein wohlwollendes Nebeneinander und einen wertschätzenden Umgang miteinander.
Wir wünschen uns, dass (religiöse) Inklusion auch in unserer ganzen Gesellschaft ankommt, gelebt wird und irgendwann für alle als als selbstverständlich, als positiv und als große Bereicherung gesehen wird.































